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Die richtige Fahrradfelge finden

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Die Unterschiede der Felgentypen

Drahtreifenfelgen oder Hakenfelgen

Bei den Drahtreifenfelgen handelt es sich gleichermaßen um die Hakenfelgen, manche sagen auch Clincher dazu. Diese verschiedenen Bezeichnungen sollten jedoch nicht verwirren, im Endeffekt beschreiben sie alle die gleiche Art von Felge. Das Besondere an diesen Felgen ist, dass sie einen kleinen Vorsprung an den Felgenrändern besitzen. Dieser befindet sich innen liegend und ist umlaufend, also einmal rundherum. Dieser Vorsprung befestigt den darin befindlichen Draht oder Kevlarring.

Die Flanken der Drahtfelgen werden in Form eines Felgenhornes nach oben gezogen, die Drahtstreifen führen seitlich entlang. Die Felgenhörner stehen heute etwa 2 Millimeter nach innen vor, sodass bei hohem Luftdruck des Reifens ein besseres Abstützen ermöglicht wird. Auch wird dadurch die Lage des Reifens innerhalb der Felge schön mittig angelegt.

 

Wulstreifenfelgen oder Westwoodfelgen

Wulstreifenfelgen sind eine sehr alte Felgenart. Sie lassen keine feste Verankerung des Reifens zu und können somit auch keinen hohen Reifendruck bekommen. Hinzu kommt, dass die damaligen Reifen viel breiter waren, als es bei den heutigen Reifen der Fall ist. Diese Felgen wurden dann aus Stahlblech gefertigt und waren zwar stabil, aber auch schwerfällig.

Schlauchreifenfelgen

Schlauchreifenfelgen besitzen einen Kitt oder ein Klebeband, welches doppelseitig angebracht wird. Die Vorzüge des Schlauchreifens liegen im Fahrkomfort, welche im Vergleich zu den Drahtfelgen höher ist. Der Reifen presst sich unter Druck in das Felgenbett und wird mit Hilfe des doppelseitigen Klebebandes fixiert. In der Mitte des Felgenbettes befindet sich eine Art Vertiefung, sodass sich die Reifen schön mittig halten können.

 

Hohlkammerfelgen

Hohlkammerfelgen sind zumeist die Regel, da sie sehr viel Stabilität besitzen. Bei Hohlkammerfelgen werden anstelle der flachen Ösenringe oft höhere Hülsen verwendet, die den Zwischenraum zwischen zwei Böden überbrücken. Wenn sich die Hülsen durch entsprechende Ausprägung des oberen und unteren Rands in beiden Öffnungen der Felgenböden zugleich abstützen, spricht man von doppelt geösten Felgen. Doppelte Ösung bietet eine gleichmäßigere Kraftverteilung auf die gesamte Felge, die  auf das Fahrrad übertragen.

Felgen für schlauchlose Reifen

Die Felgen für die schlauchlosen Reifen sind eine „Erfindung“, bzw. eine Weiterentwicklung, der Neuzeit, genauer gesagt stammt sie aus dem Jahr 1998. Erst seither gibt es diese Felgenart auf dem Markt zu kaufen. Dabei wurde das Felgenbett aufwändig mit einer Dichtung aus Gummi verbunden. Wer seine herkömmlichen Felgen dafür umrüsten möchte, der kann dies inzwischen ohne Probleme tun.

 

 

Trekking- & City-Felgen

In der Stadt oder auf befestigten Radwegen bieten sich Trekking- und Citybikes an. Die Alltragsräder eignen sich besonders für Transport von Gepäck am Rad und sind damit ideal für eine Einkaufstour oder eine längere Radtour im Freien. Bei den Fahrradfelgen hat eine langanhaltende Stabilität Priorität.
Zu den Trekking & City Felgen

 

Mountainbikefelgen

Mountainbiker begeben sich häufig auf unebenes Gelände, deshalb dreht sich bei den MTB-Felgen alles um das richtige Verhältnis aus geringem Gewicht, hoher Stabilität und richtiger Steifigkeit. Der Standardreifen im Mountainbike-Bereich hat 26 Zoll. Wer seine kaputte Felge durch eine neue ersetzen will oder seine Laufräder mit hochwertigeren Felgen tunen möchte, findet hier alle Infos.
Zu den MTB Felgen

 

Rennradfelgen

Die Laufräder des Rennrades sind entscheidend für den Rennerfolg bzw. die Geschwindigkeit. Auch der Komfort während der Fahrt hängt stark von den Reifen und den Felgen ab. Der Fahrer merkt hier schnell den Unterschied, wenn er weniger Kraft benötigt, um schneller voranzukommen. Die Aerodynamik verbessert sich, wenn die Felgen entsprechend ausgerüstet sind. Gute Rennradfelgen sind kostspielig, sodass man sich vor einer Anschaffung ein paar Gedanken machen sollte.
Zu den Rennrad Felgen

 

Felgengröße beim Fahrrad – Wie misst man eine Fahrradfelge?

Welcher Reifen passt auf welche Felge am Fahrrad? Das Felgenmaß muss immer zum Reifenmaß passen. Hier ist es jedoch nicht nur wichtig, dass der Felgendurchmesser zum Durchmesser des Reifens passt, sondern auch, dass die Reifenbreite mit der Felgenbreite kompatibel ist. Als Faustregel gilt: je breiter der Reifen, desto breiter die benötigte Felge. Verschiedene Hersteller messen ihre Reifen nämlich anhand unterschiedlicher Kriterien, was bei zwei verschiedenen Reifen zu gleichen Zollangaben, aber zu unterschiedlichen ETRTO-Angaben führen kann.

 

Reparatur & Pflege für Fahrräder

Fahrradfelge zentrieren und einspeichen

Das Einspeichen in die Speichenlöcher der Fahrradfelge ist schon etwas schwieriger, wenn nicht die Königsdisziplin der Fahrrad-Profis. Wer es dennoch selbst machen möchte, der kann es mit folgenden Tipps und Anleitung selbst probieren.

 

Fahrradfelge reinigen & entrosten

Felgen werden mit der Zeit schmutzig oder staubig. Gerade im Bereich des Mountainbiking sehen die Fahrräder nach einer Tour oftmals sehr dreckig aus. Wichtig ist es, diesen Schmutz zu entfernen, da die Räder andernfalls rosten oder kaputt gehen können. Auch die Felgen wollen richtig gereinigt werden.

 

Fahrradfelgen lackieren

Felgen werden in der Regel unifarben in einem schlichten Schwarz oder Weiß geliefert. Wem das zu langweilig ist, der kann seine Fahrradfelge selbst lackieren. Je nachdem, wie sauber und professionell man sein Vorhaben umsetzen möchte, empfiehlt es sich, den Reifen vor der Lackierung abzuziehen. Vor allem dann, wenn man eine auffälligere Farbe wählt.

 

Wissenswertes über die Fahrradfelge

Fahrräder benötigen seit Anbeginn der Fahrradgeschichte passende Fahrradfelgen. Schon die ersten großen Laufräder mit 28 Zoll besaßen eine passende Hohlkammerfelge. Sie sind mit dem Rahmen, dem Schlauch und dem Felgenband verbunden und verleihen dem Reifen die nötige Stabilität. An den Seiten der Felgen sind die Bremsen angebracht, sodass die Felgen auch als Fläche zum Bremsen benötigt werden. Darüber hinaus dienen die Felgen aber auch einem gewissen Komfort während der Fahrt. So können diese Druck ausgleichen, für mehr Geschwindigkeit sorgen oder robust genug sein, um härtere Schläge aushalten zu können.

Die Felge eines Fahrrades ist ein statisches Element und muss sehr großen Belastungen standhalten. Verbiegt sich beispielsweise die Felge, so kann es passieren, dass das Rad zu „eiern“ beginnt. In

Fachkreisen spricht man auch von „Achter“ im Fahrrad. Generell liegt der Reifenschlauch und der gummierte Reifen außerhalb der Fahrradfelge, von innen sind die Speichen mit der so genannten Felgennabe verbunden.

Um die Felgen stabil und langlebig zu gestalten, hat sich die Fahrradindustrie etwas einfallen lassen. (Hier mehr zu Verschleißindikatoren bei Fahrradfelgen) Die ersten Felgen kreierte man übrigens für die Kutschen, um die Holzelemente tragen zu können. Die Nabe war mit einem Eisenring umschlossen, die Speichen waren aus Holz. Holzfelgen sieht man logischerweise heute nicht mehr, denn Holz ist gänzlich ungeeignet, um den Belastungen standzuhalten, die heute auf sie wirken.

Daraus besteht die Fahrradfelge:
Kastenfelgen haben ein U-Profil, also nur einen Boden. Dies ist die einfache Bauweise. Das Kastenprofil ist sehr günstig, bietet aber wenig Stabilität. Die Kastenprofil-Felgen sind nur an sehr billigen Fahrrädern zu finden. Die typische Felge heutzutage ist die Hohlkammerfelge, welche mit mehreren Böden versehen ist und wie zwei übereinandergesetzte Us aussieht. Im äußeren U liegt der Reifen und der Schlauch des Reifens. Im inneren U stecken schließlich die Speichen unabhängig von Reifen und Schlauch. Diese Konstruktionsweise bietet eine hohe Stabilität. Die Felgen gehören zu den gängigsten und günstigsten Felgenarten und werden industriell gefertigt. Zu kaufen gibt es die Felgen schon ab 25 Euro, sogar online sind sie schnell und einfach zu haben. Als stabiles und zuverlässiges Material hat sich Aluminium bewährt.

Vor der Aluminiumfelge bestand diese übrigens aus Stahl, davor war es Holz. Erst in den späten 80ern kam man auf die Vorzüge, eine Alufelge mit sich brachte. Es war flexibler und natürlich ein Universalbaustoff, dem man sich günstig bedienen konnte. Stahlfelgen sind relativ selten, denn sie sind vergleichsweise schwer, nicht besonders günstig und auch längst nicht so vielseitig einsetzbar. Eine Alufelge hingegen lässt sich in Leichtbauvarianten hervorragend einsetzen, darüber hinaus haben sie eine optimale Bremswirkung, auch bei Nässe.

Finger weg von Stahlfelgen?
Stahl hingegen hat so gut wie keine Bremskraft und nutzt sich extrem schnell ab. Dies ist leicht an den Markierungen im Material zu erkennen. Letztendlich bergen abgenutzte Felgen ein hohes Risiko. Das Felgenhorn kann brechen und der Schlauch platzen. Platzt beispielsweise das Vorderrad, so kann es hier zu schlimmen Stürzen und Verletzungen kommen.

Der Ferrari unter den Felgen – Carbon
Carbon ist extrem beliebt und besteht aus einem Kunststoff, welcher mit speziellen Carbonfasern verstärkt wurde. Generell ist dieses Material noch einmal leichter, weshalb man es im Rennradbereich verwendet. Auch Mountainbike-Felgen sind häufig aus Carbon, da sie gut federn. Für den alltäglichen Gebrauch hingegen sind die Felgen aber „zu schade“ und damit auch zu teuer. Leider ist auch die Herstellung nicht unkompliziert oder günstig, preislich kosten die Carbonfelgen ab 500 Euro aufwärts. Auch im dreistelligen Bereich sind gute Carbonfelgen zu finden, was also ausschließlich für Liebhaber und ambitionierte Leistungssportler Sinn macht.
Wer also freizeitmäßig mit seinem Fahrrad unterwegs sein möchte, der sollte sich für eine leichte Hohlkammerfelge aus Aluminium entscheiden. Wer hingegen in den Rennsport geht, der kann sich über die hochpreisigeren Felgen aus CFK Gedanken machen.

Gibt es Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterrad?
Unter Profis und Hobby-Profi-Radfahrern hört man häufiger davon, dass vorne und hinten verschiedene Reifen aufgezogen werden. Beim Mountainbiking nutzt man vorne oft griffige und grobstollige Reifen und hinten Reifen mit einer glatten Oberfläche (Slicks). Mit dieser Kombination lässt es sich beispielsweise sehr gut um die Kurve driften. Umgekehrt hätte man hinten mehr Komfort und weniger Durchschläge. Inwiefern sich das auch auf die Felgen auswirkt, ist natürlich genau die richtige Frage. Wer also seinen Reifen hinten mehr Druck und Belastung abverlangt, der sollte auf entsprechende Fahrradfelgen achten. Hier wären Felgen aus Stahl gegebenenfalls geeignet, aber auch Felgen aus Aluminium halten einiges aus. Auch kann sich aufgrund unterschiedlicher Reifen, die Größe und der Durchmesser verändern.