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Die richtige MTB Felgen finden

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Felgen für Mountainbikes

Mountainbiker sind das genaue Gegenteil von Rennradfahrern. Sie begeben sich häufig auf unebene Wegstrecken, während Rennräder glatte, möglichst ebene Straßen und Wege benötigen. Die Hersteller der Mountainbike-Felgen haben diese in drei Kategorien unterteilt. Die Cross-Country-Felgen, die Trailfelgen und die All-Mountain-Felgen.

Beim Cross-Country wird auf unterschiedlichen Wegen gefahren, darunter breite Waldwege, Single-Trails und andere Untergründe. Da diese Fahrräder in der Regel sehr leicht sind, werden auch die Fahrradfelgen dieser Leichtigkeit angepasst. So sind auch diese leicht und schmal, in der Regel sind die Reifen hier zwischen 2 und 2,5 Zoll breit. Wichtig für die Fahrradfelgen ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Komfort, Grip und Gewicht. Der Nachteil der Cross-Country Felgen ist allerdings, dass sie weniger Stabilität mitbringen und einen meist schwachen Grip haben.

Die Trailfelgen müssen sehr schmale Wege befahren, die teilweise extrem anspruchsvoll sind. Die Felgen werden aus diesem Grund meist breiter gebaut, sodass mehr Stabilität gegeben ist und der Fahrer leichter die Kontrolle über sein Rad behalten kann. Alpendurchquerungen oder extrem gefährliche Bergtouren müssen auch in irgendeiner Art und Weise unter Kontrolle gehalten werden. Die Felgenbreite liegt etwa bei 25 Millimeter, geeignet sind etwa 2,5 Zoll Reifen. Gefahren werden diese Felgen übrigens mit stark profilierten Reifen und einem niedrigen Reifendruck, was die Griffigkeit enorm steigert. Zum Nachteil sei aber genannt, dass die Trailfelgen schwerer sind und einen höheren Widerstand beim Fahren besitzen. Für sehr schwere Disziplinen sind sie daher wieder weniger gut geeignet.

Die All-Mountain Fahrradfelgen sind für die Berge und sehr schwierige Wege ausgelegt, wobei die Felgen für lange Abfahrten gedacht sind. Eine hohe Geschwindigkeit, viele Steine und Sprünge dürfen ihr aber nichts anhaben. Verwendet werden diese Arten im Downhill-Sport oder bei der Disziplin Freeride. Die Felgen selbst sind noch einmal breiter als die eben genannten. Für den Allround-Gebrauch oder für geteerte Straßen sind diese Fahrräder ohnehin ungeeignet. Dies erklärt auch, weswegen diese Fahrräder auch gar nicht erst mit der Straßenverkehrsordnung kompatibel sind.

Der aktuell neueste Stand der Entwicklung im Bereich der Fahrradfelgen sind die Boost Fahrradfelgen. Die Achse hat eine Dicke von 148 Millimeter. Normal wären 135 Millimeter. Auch die Vorderradnabe ist um 10 Millimeter breiter als der bisherige Standard. Hier wurde also mehr Platz für Scheibenbremsen oder 12-Gang-Schaltkassetten geschaffen. Allerdings muss auch das Fahrrad speziell für diese Felgen geeignet sein, also zusammenpassen. Das Fahrrad muss also für den Boost konzipiert sein und andersherum.

Mountainbikes optimieren

In den unterschiedlichen MTB-Einsatzbereichen dominieren drei Felgendurchmesser: 26“, 27,5“und 29“. Der Standard beim klassischen Mountainbike-Laufrad war einst 26 Zoll, mittlerweile setzt sich 29 Zoll immer mehr durch, das stark mit dems Mittelformat 27,5 Zoll konkurriert. Die Maulweite ist die „innere“ Breite der Felge (Abstand zwischen den Felgenhörnern) und ist für die Spurstabilität des Reifens entscheidend. Meistens wird lediglich die äußere Breite angegeben. Gerade Mountainbiker brauchen stabilere Felgen als Radfahrer, die ausschließlich auf befestigten Wegen unterwegs ist. Je leichter eine Felge ist, desto einfacher lässt es sich beschleunigen und bergauf fahren. Besonders beim Mountainbiken wird das Vorderrad stark beansprucht und mitunter in Mitleidenschaft gezogen. Das Vorderrad kann deutlich leichter ausgetauscht werden als das Hinterrad. Je nach Können und Zeit ist es gegebenenfalls einfacher ein Laufrad oder gleich ein Laufradsatz (LRS) zu kaufen, als Kleinteile zu ersetzen.

Die Größenangaben auf Fahrradreifen wurden weder einheitlich noch logisch aufeinander bauend vorgenommen. Die Europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization) versucht Abhilfe zu schaffen. Mehr dazu: Welcher Reifen passt auf welche Felge am Fahrrad?

Gewöhnlich sind die modernen MTB-Laufräder für Scheibenbremsen ausgelegt. Die Scheibenbremse hat den Vorteil, dass die Felge nicht wie bei der Nutzung einer Felgenbremse unter kontinuierlichem Verschleiß leidet. Bei Mountainbikes verschmutzen die Fahrradfelgen zudem leicht, was die Bremsleisung mindert. Für Sportfahrer ist der teurere Preis der Scheibenbremsen eine sinnvolle Investition. Carbonfelgen kommen selten zum Einsatz, weil sie anfälliger als Aluminiumfelgen sind. Sie haben zwar den Vorteil der Steifigkeit und punkten beim Gewicht, aber beim Bremsverhalten schneiden sie – besonders bei Regen – schlecht ab. Ihre kürzere Lebensdauer bei zugleich hohen Kosten spricht eher gegen den Kauf von Carbonfelgen.

Rennradfahrer oder MTB-Biker sollten dem Felgenband besondere Aufmerksamkeit schenken, denn dies wird in in Sachen Pannensicherheit leicht unterschätzt. Das optimale Zusammenspiel von Reifen, Mantel und Schlauch ist beim Fahrrad ungemein wichtig. Das Felgenband wird auf die Felge aufgezogen und bedeckt so die Speichennippel und/oder die Speichenlöcher (Hohlkammerfelge). Durch dieses Band wird der Schlauch vor den Speichennippeln geschützt. Darüber hinaus schirmt es den Schlauch vom direkten Kontakt mit der Felge ab, welche bei der Verwendung von Felgenbremsen in langen Abfahrten sehr heiß werden und den Schlauch eventuell beschädigen kann. Je dünner der Schlauch oder Mantel an einem Fahrrad ist und je mehr Belastungen sie ausgesetzt ist, desto eher kommt es eventuell zu mechanischen Beschädigungen, die von Speichenköpfen oder scharfen Metallgraten in den Felgen stammen. Bei Tubeless-Felgen wird das Band geklebt, um die Speichenlöcher luftdicht zu verschließen. Beim Kleben ist unbedingt auf eine saubere, faltenlose Montage und die passende Breite zu achten.

Marken

Hochwertige Fahrradfelgen fürs Rennrad gibt es von vielen Herstellern. Oftmals bevorzugen Radsportler bestimmte Marken. Eine günstige und gute Rennradfelge bekommt man bei Herstellern wie Schürmann, Exal, Syntace, Zipp, Rodi, Rigida, Mavic, Ambrosio und vielen weiteren Marken in vielen verschiedenen Größen, Ausführungen und Farben.

DT Swiss

Das Schweizer Unternehmen DT Swiss ist der unbekannte Weltmarktführer für Fahrradliebhaber. 1994 gegründet tat sich sich im Bereich der Speichenherstellung hervor. Die rostfreien Velospeichen machen großen Marktanteil aus. Heute produziert die Firma weitere Fahrradteile wie Naben, Nippel, Felgen, Klemmsysteme, Dämpfer, Federgabeln und komplette Laufradsätze. Die Alu-Felgen DT Swiss verfügen über das bewährte Felgenprofil. Die Spline-Linie zeichnet sich durch die neuen und leichten Straightpull-Naben mit bekannter DT Swiss Technologie, gerade Speichen sowie stabile Felgen aus. Das Ergebnis sind steife, reaktionsfreudige Laufräder für MTB und Rennrad, die sich auch noch tubeless fahren lassen. Die Qualitätsprodukte bestechen durch Passgenauigkeit, perfekte Verarbeitung, hohe Funktionalität und lange Lebensdauer.

Ryde

Ryde (ehemals Rigida) ist ein niederländischer Felgenhersteller. Die spezialisierte Produktion von Aluminium-Fahrradfelgen begann 1923, wurde in den 50ern zunehmend erweitert und bis heute weltweit ausgebaut. Entwicklung als auch Produktion finden in eigenen Fabriken in Europa und Asien statt. Die Felgen aus einer Aluminiumlegierung zeichnen sich durch Haltbarkeit und Stabilität aus. Die Marke ist Wegbereiter in Sachen Aluminium Felgen für Mountainbike, Crossbike oder auch Tourenbike Bereich. Auch für Übergewichtige, Urlaubs- und Alltagsradfahrer gibt es die passende Felge im Angebot.

Stan’s NoTubes

Stan’s NoTubes ist der Vorreiter bei Tubeless-Systemen für Fahrradreifen. Wer tubeless fahren will, kommt an der Brand nicht vorbei. Stan Koziatek, Gründer von Stan’s NoTubes, erfand 2001 das Dichtmittel, mit dem jede Art von Reifen und Schläuchen sicher abgedichtet wird. Mit Latex-Milch statt Schlauch ist es einerlei, ob Scherben, Nägel oder spitze Steine den Weg kreuzen: Nahezu jedes Loch wird binnen Sekunden sicher geschlossen. Durch die Schlauflos-Reifen wird gegenüber den klassischen Fahrradreifen Gewicht eingespart. Die erhöhte Pannensicherheit erfreut vor allem die Mountainbiker – ade platte Reifen.

Shimano

Das japanische, 1921 gegründete Unternehmen Shimano ist bekannt für seine Fahrradkomponenten, die den Großteil des Umsatzes ausmachen. Ein Fünfel wird durch Angelzubehör erwirtschaftet, während weitere Produkte weniger verbereitet sind. Ob Rennrad, Mountainbike oder Trekkingbike, Shimanos Sortiment ist umfangreich ung bietet für jeden Anspruch das passende Fahrradteil. Führend ist das Unternehmen in allen Preiskategorien bei Fahrradgangschaltungen.
Wer ein Laufrad von Shimano besitzt, weiß um deren Performance und Lebensdauer. Hochwertiges Aluminium sorgt für eine große Felgensteifigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht. Die Edelstahl-Speichen fürs Mountainbike sind besonders für die Unebenheiten und Hindernisse geeignet.